Veranstaltungen 2022

13. bis 19.November, "Justynas Deko-Workshop"

von und mit Justyna Koeke

Justyna Koeke wurde 1976 in Krakau geboren, hat in Krakau, Warschau, Nürnberg und Stuttgart Bildhauerei studiert. Sie lebt in Ludwigsburg und ist seit 2006 Dozentin in den Fachbereichen Textile Medien und Performance an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

 

Die Künstlerin verwandelt den Projektraum OSTEND in einen Aktionsraum, in dem es um ästhetische Interventionen - also Dekoration - und um kreatives Recycling im öffentlichen sowie im privaten Raum geht.

Innerhalb einer Woche finden im Projektraum OSTEND 2 Workshops mit der Künstlerin Justyna Koeke statt, in denen anhand gefundener oder als Müll aussortierter Materialien Dekorationen und Installationen entwickelt werden, die nach und nach den Raum füllen und umgestalten.

Es geht um ästhetische Neubetrachtung von „Müll“, Recycling, und um gestalterische Eingriffe im privaten sowie im öffentlichen Raum. Und das mit einfachen, für jeden zugänglichen Mitteln.

Die vermutlich bunte und ausufernde Verwandlung der Räumlichkeiten kann durch die Schaufenster während dieser Woche mitverfolgt werden und wird in einer Abschlussveranstaltung am Samstag den 19. November im Projektraum OSTEND öffentlich präsentiert.

 

Die Workshops finden am 13. und 18. November im Projektraum OSTEND statt.

Anmeldung per Email: justynakoeke@yahoo.de

 

Samstag, 19.November, 19 Uhr

Präsentation mit Livekonzert

„Friendly Fire Machine“ (Justyna Koeke, Michelin Kober, Daniel Mijic)

mit freundlicher Unterstützung das Bezirkbeirats Stuttgart-Ost

Sonntag, 16.10., Matinee mit Mondo Sangue

Mondo Sangue feiert ihr neuestes Vinyl Release "Giallo come il giorno" mit Kaffee, Kuchen, Kaltgetränken und Überraschungen.

Fotos: Stephan Pohl

16.9. bis 13.10.2022, Ostend-Reisen

Außergewöhnliche Reiseangebote von und mit:

Stephan Köperl & Sylvia Winkler, Fabian Kühfuß, Rolf Nikel

Finissage mit Performance von Stephan Köperl und Sylvia Winkler Donnerstag 13.10., 19 Uhr

In der Pandemiezeit war die Sehnsucht der Bevölkerung nach Fernreisen groß, aber oftmals nicht möglich. Jetzt wollen viele Menschen das Versäumte nachholen.

Aber muss man dazu wegfahren?

Andreas Bär arbeitet mit historischem Material eines von den 50er bis in die 80er Jahre in Stuttgart ansässigen Reisebüros. Mit Hotelprospekten und Bildmaterial längst vergangener Zeiten gestaltet er in dem ehemaligen Ladengeschäft ein wie aus der Zeit gefallenes Reisebüro als Bühne für zeitgenössische Performance-Aktionen. In dieser Inszenierung werden vier KünstlerInnen das Thema „Reisen“ auf ihre eigene Weise bearbeiten und auf ihre Art im Projektraum OSTEND und im Stadtteil realisieren.

 

Mit dabei :

 

Stephan Köperl & Sylvia Winkler/Stuttgart

 

Sylvia Winkler (*1969/Österreich) und Stephan Köperl (*1966/BRD) sind bildende KünstlerInnen mit Basis am Kunstverein Wagenhalle in Stuttgart.

Seit 1997 realisieren sie gemeinsam Projekte, welche sie in den verschiedensten Ländern und Kontexten durchführen, wie z.B. über das Wahlsystem in Indonesien, eine koreanische Smart City oder den Internationalen Strafgerichtshof für Ex-Jugoslawien in Den Haag. Ihre Interventionen im urbanen Raum entwickeln sie aus Beobachtungen und Recherchen vor Ort und setzen sie speziell für die jeweilige Situation temporär um.

 

"MKD - Manifestakontrolldienst" 

 

Ausgehend von der unisono harschen medialen Kritik an der laufenden „documenta fifteen” und dem Filmklassiker „Indien”, in dem zwei Hygiene-Kontrolleure auf ihren Reisen zu Gasthäusern in der österreichischen Provinz begleitet werden, machen sie sich zu einer Kontroll-Reise zur Manifesta in den Kosovo auf. Die 14. europäische Biennale für zeitgenössische Kunst findet derzeit in Pristina statt. Sind etwa auch dort Verfehlungen auszumachen, welche über die Freiheit der Kunst hinausgehen? 

 

www.winkler-koeperl.net

 

Seit 1997 realisieren sie »Interventionen im urbanen Raum«, 

die mit Videos und Fotos dokumentiert. Grundsätzlich entwickeln sich ihre

Projekte aus Beobachtungen vor Ort und werden speziell für die jeweilige Situation 

ausgearbeitet und inszeniert. 

 

Dabei ist es wichtig, dass sie über eine »Bestandsaufnahme«, bzw. das rein 

Dokumentarische hinausgehen. Mehr als von eingeübten Fertigkeiten sind die

Projekte von einer Idee der Verschiebung getragen: Interventionen, in denen die 

beobachtete Ausgangssituation erkennbar bleibt, die in deren Abwandlung aber 

neue Sinnzusammenhänge herstellen. Anhand von zuvor recherchiertem und vor Ort 

vorgefundenem Material haben sie in den verschiedensten Ländern die soziologischen, sprachlichen sowie kulturellen Zusammenhänge der jeweiligen Orte beobachtet, um sie in ihren Arbeiten mit der eigenen Person und Prägung in Verbindung zu bringen. 

 

 

Travel 4 you (Fabian Kühfuß)

 

Travel4U bietet überraschende Urlaubserlebnisse und man selbst muss sich dafür nicht anstrengen. Diese Reise findet rein virtuell statt, mit Tablet oder VR Brille kann der Tourist in eine künstliche Welt eintauchen. Begleitend zu den virtuellen Erlebnissen gibt es Pop-up Interventionen oder Performances im öffentlichen Raum bei denen das Kunstprojekt einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

Welche Angebote kann ich buchen?

Von der einfachen Tageswanderung auf eine Alm mit echter Jause als Belohnung, der Familienausflug auf den Waldspielplatz, bis hin zum mehrtägigen Aufenthalt an einem einsamen Bergsee. Vom günstigen, digitalen Einstiegserlebnis bis hin zum all-inclusive 360-Grad Virtual Reality (VR) Panorama Paket.

 

Interessenten können ganz einfach über die Website oder vor Ort im Reisebüro OSTEND eine Reise buchen. Als Schnupperangebot werden vorproduzierte Inhalte angeboten. Man kann aber auch die Option des passenden Live-Events wählen, wo ein Künstler die Reise stellvertretend „reist“ und die Teilnehmer mittels 3D oder 360-Grad Live-Video mitgenommen werden. Für Abenteurer gibt es die Möglichkeit, die Reiseroute selbst interaktiv mittels 3D-Livevideo und Gamecontroller zu steuern.

 

 

 

Rolf Nikel

 

„SIBIRSKII  2105“

 

Während meiner einjährigen Sibirienreise arbeitete ich von Aug. bis Okt. 1992 als Matrose auf dem russischen Frachtschiff Sibirskii 2105.

Die Fahrt ging von der Stadt Jakutsk aus die Lena abwärts nach Norden bis ins Polarmeer, dort weiter nach Osten bis zum Fluss Indigirka, dort wurde unsere Ladung (Holz) gelöscht, danach ging es die selbe Strecke zurück.

Dabei entstanden unter dem Eindruck des uns täglich begleitenden Packeises im Polarmeer einige Arbeiten im Eis und mit Eis.

Mit dem Schiff selbst zeichnete ich bis zu 1,2km lange Zeichen in die frische Eisdecke indem ich zuerst in die ca. 15cm starke Eisschicht einfuhr, und dann exakt in derselben Spur zurück, so daß eine eisfreie Linie stehen blieb.

Des weiteren entstanden eine Zeichnung aus Schnee und Eis auf dem Deck des Frachtschiffes.    

 

 

Präsentation: Die Fotos der Eiszeichnung auf Deck und das mit der Eisspur als großer Abzug dazu kleinere Fotos vom Schiffsalltag, Frottagen diverser Schiffsteile, Wetterkarten und Jagdtrophäe (ein für mich von der Mannschaft präparierter Hechtkopf). 

Fotos von Steffen Grashoff

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

Stadtteil Initiative Ost-Läufer

9.Juli, Kerstin Schaefer Wunderbude

-Wundertüten für alle & Black Whiteout Poetry galore-

Kunst für alle und mit allen

 

Kerstin Schaefer springt in den Ring! Die Stuttgarter Bildende Künstlerin (Malerei/Performance & Installationen), deren Atelier zufälligerweise im schönen Ostheim in 1000m Luftlinie zum Projektraum OSTEND angesiedelt ist, 

verwandelt am Samstag, dem 9. Juli 2022 den Projektraum OSTEND in die eintägige KERSTIN SCHAEFER WUNDERBUDE 

Jede/r Besucher:in erhält (solange der Vorrat reicht!) eine von der Künstlerin befüllte und zugenähte Wundertüte mit einer Unikat-Poesie-Grafik darin und ist dabei eingeladen, die vor Ort vorhandenen Holzskulpturen mit zur Verfügung stehenden Farben zu bemalen und sich eine davon mitzunehmen.

Ein gemütliches, arbeitsames MITEINANDERSCHAFFEN und BEIM SCHAFFEN DABEISEIN wird möglich.

Dazu: Gute Laune und Musik!

www.kerstinschaefer.com

instagram@sure_painting_K

 

"OSTEND-Comics", 1. bis 27. Mai 2022

Im Monat Mai wurde im Projektraum OSTEND der sogenannten neunten Kunst, der Graphic Novel, dem Bande Dessinée, in Form eines temporären Comicladens gehuldigt. Internationale Künstler*innen gaben Einblick in ihre Arbeit. Im Rahmen der Ausstellung fanden unterschiedliche Aktionen mit den Künstler*innen statt.

Folgende Künstler*innen waren bei OSTEND-Comics vertreten:

Tanja Esch (Hamburg), Andreas Hykade (Stuttgart), Rina Jost (Frauenfeld, CH), Wolfgang Keller (Freiburg), Nicolas Le Bar alias Nikolaz (F), Nils Knoblich (Kassel), Josephine Mark (Leipzig), Kerstin Wichmann (Hamburg)

 

Aktionen:

Sonntag, 1. Mai, ab 16 Uhr, Eröffnung, Fensterzeichnungen mit Rina Jost

Rina Jost, geboren 1987, lebt und arbeitet als selbstständige Illustratorin und Comiczeichnerin in Frauenfeld (Schweiz). Sie hat Illustration Fiction an der HSLU Design & Kunst in Luzern studiert. Ihre Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, ihr neues Comicbuchprojekt gehört zu den Finalist*innen des Comicbuchpreises 2022 der Berthold Leibinger Stiftung. Rina ist eines der Gründungsmitglieder der Schweizer Gewerkschaft für Illustrator*innen innerhalb der syndicom. Website: www.rinajost.ch

Dienstag, 3. Mai, 18 Uhr,  Josephine Mark liest aus ihrem Comic "Murr"

Josephine Mark wurde 1981 in Naumburg/Saale geboren.Sie studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Fachhochschule Merseburg und begann neben dem Studium Plattencover, Plakate und Flyer für Bands und studentische Projekte zu gestalten. Ab 2006 arbeitete sie in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Moritzbastei.Seit 2018 ist sie als freiberufliche Illustratorin und Grafikdesignerin in Leipzig tätig. Unter dem Label puvo productions veröffentlicht sie außerdem seit 2004 Comics, Cartoons und Illustrationen.In ihren meist humorvollen, oft nachdenklichen Geschichten beschäftigt sie sich mit Alltagsphilosophie, Gesellschaft, Psychologie und Themen der Naturwissenschaften. Ihre Figuren sind meistens Tiere mit frechem Mundwerk, haben Ecken und Kanten, Herz und Verstand. Josephine Mark gehört zu den Finalist*innen des Comicbuchpreises 2022. Mehr von der Autorin im Netz: josephinemark.depuvoproductions.com Facebook/Instagram: @puvoproductionsKontakt: mail@puvoproductions.com

Samstag, 7. Mai, 16 bis 20 Uhr: Gespräch und Signierstunde mit Wolfgang Keller

Wolfgang Keller, Jahrgang 1965, studierte von 1987 bis 91 Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration in Freiburg. Einige Jahre arbeitete er beim Ehapa Verlag in Stuttgart. Seit 1998 ist er selbständiger Illustrator und Comiczeichner im Raum Freiburg tätig.

Freitag, 27.5., 19 Uhr: Finissage,  Andreas Hykade zeigt seine Pop-Drawings und legt die passende Musik auf

Andreas Hykade wurde geboren im Sommer der Liebe und wuchs im bayrischen Wallfahrtsort Altötting auf. Seit er erwachsen ist, realisiert er Animationsfilme für Erwachsene. Seit er Vater ist, realisiert er auch Animationsfilme für Kinder. Seit 2021 illustriert er seine Lieblingssongs. Im Projektraum OSTEND präsentiert er erstmals die Zeichnungen zu dem Album „The Basement Tapes“ von Bob Dylan.

"OSTEND-Comics" fand  in Cooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart und dem ITFS, dem Internationalen Trickfilmfestival Stuttgart, statt

"Mr. Record Man", 12.2. bis 13.3.

Ben El Halawany und Andreas Vogel

Die beiden Künstler setzen sich mit der kulturellen und sozialen Signifikanz des Schallplattenladens in Vergangenheit und Gegenwart auseinander.

Vinylschallplatten erleben im Moment einen Boom wie seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr und selbst Tchibo verkauft Plattenspieler. Inwieweit Fachgeschäfte davon profitieren können, was sie zu besonderen Orten mit eigenen Codes und Verhaltensregeln macht, was die Aura des physischen Tonträgers ausmacht und wie das Internet den Plattenladen verändert hat, wollen Ben El Halawany & Andreas Vogel in ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung untersuchen.

Dabei setzen sie sich auch mit ihrer eigenen Verhalten als langjährige Plattenkäufer und Diskjockeys auseinander, ihrer Faszination für die Gestaltung der großformatigen Lp-Cover, des Mediums an sich und der Vergänglichkeit von Moden und Musikstilen. Musikalische Veranstaltungen vor Ort, künstlerischer und sozialer Diskurs über Pop und seine Tonträger/Kanäle machen den Projektraum zu einem imaginären Plattenladen auf Zeit.

 

Fotos: Steffen Grashoff und Veranstalter